Luftgewehr-Regionalliga West

Wallenrod auf Bundesligakurs

Die Tabellenspitze hat Wallenrod wohl eingebüsst, doch das Team aus dem Schützenkreis Lauterbach ist weiterhin auf dem Weg zur Teilnahme am Aufstiegskampf zur Luftgewehr-Bundesliga Nord. Nach zwei knappen 3:2-Erfolgen am zweiten Wettkampftag in Solingen (siehe Bericht von Andre Jordan) verlor der bislang ungeschlagene Spitzenreiter ausgerechnet beim Heimspiel in Wallenrod den ersten Wettkampf der Sportsaison 2009/2010 gegen die zweite Mannschaft des Bundesligisten Elsen mit 1:4. Den Ehrenpunkt für die Gastgeber errang Nicole Merz im letzten Einzel. Beim zweiten Auftritt am dritten Wettkampftag errang Wallenrod einen spektakulären Sieg: Mit 5:0 gewann der Tabellen-Zweite das Hessenderby gegen die SG Homberg/Ohm. Die Einzel:

 

Marina Fösing -          Julian Justus                 389:385

Katrin Dickert              -          Elena Rohn                  389:376

Thomas Harbach         -          Mario Lehr                  389:386

Reinhard Sorg              -          Marcus Harrer 384:383

Nicole Merz                 -          Jan-Niklas Kasperski   383:377

Kommentar zu Wallenrod von Andre Jordan

In Solingen war Wallenrod am zweiten Wettkampftag mit zwei Siege erfolgreich. Auch die ersten beiden Wettkämpfe hatte die Mannschaft gewonnen. Deshalb waren vor allem die Trainer gespannt, was die Mannschaft in Solingen leisten kann. Bereits beim Training am Samstagnachmittag konnte die Mannschaft ein erstes Gefühl für den doch etwas anderen Schießstand bekommen. Am Sonntagmorgen startete man um 11.30 Uhr gegen die Mannschaft vom SV Hüttenthal. Der Wettkampf erwies sich als schwieriger, als man im Vorfeld dachte. Auf Setzplatz eins ging Marina Fölsing gegen ihren ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Benjamin Bessert an den Start. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich Marina mit ihrer letzten Serie noch ins Stechen retten, das sie aber mit 9:10 verlor. Katrin Dickert hatte es auf Rang zwei mit Patrick Hoffmann etwas leichter. Sie konnte nach 35 Minuten den ersten Punkt für Wallenrod mit 387 Ringen sichern. Reinhard Sorg, der überraschend auf Rang drei vorgerückt war,  konnte an seine Leistungen vom letzten Wochenende nicht anknüpfen und verlor gegen Berno Wenzel mit 386:383. Thomas Harbach siegte auf Position vier gegen Stephan Kaufmann mit 388:386. Svenja Schött meldete sich bei ihrem ersten Saisoneinsatz mit einer guten Leistung zurück. Sie besiegte Stefan Michel mit 388:372 zum Endstand von 3:2.

Nicole Merz entscheidet Wettkampf im Stechen

Am Nachmittag stand das Gipfeltreffen der beiden Tabellen-Ersten auf dem Programm: Wallenrod gegen Kevelar. Dieser Wettkampf wurde erst in einem dramatischen Stechen entschieden. Auf Platz eins musste sich leider Marina Fölsing mit einem Ring geschlagen geben. Sie unterlag Nils Schumacher mit 390:391. Auf Position zwei bekam Katrin Dickert ihre Nervosität des ersten Wettkampfes besser in den Griff und lieferte mit 392 Ringen eine solide Leistung ab. Ihre Gegnerin Josefine Dohmen erzielte 390. Reinhard Sorg auf Position drei startete fulminant mit 197 Ringen in der ersten Halbzeit. Dass sah nach einem leichten Punkt für Wallenrod aus. Doch das Blatt wendete sich. Ab der dritten Serie von Reinhard riss der Faden und er schaffte nur noch 93 und 96, was am Ende einen Punktverlust für Wallenrod bedeutete. Seine Gegnerin Amelie Kleinmanns (amtierende Europameisterin KK-Sportgewehr) hatte 390 Ringe auf ihren Scheiben markiert. Auf Position vier nahm Thomas Harbach den Rat seiner Frau Tanja an, die vor dem Wettkampf zu ihm gesagte hatte: „Schieß´ doch mal 390 oder mehr.“ Gesagt – getan; nach drei Zehnerserien standen 298 Ringe auf der Anzeigetafel. Seine Gegnerin Birgit Lohmann lag da bereits schon fünf Ringe zurück. Der Endstand: 395:392. Das war der erneute Ausgleich für Wallenrod. Der Wettkampf auf Position fünf zwischen Nicole Merz und Anika Joosten (SV Kevelaer) musste jetzt über Sieg und Niederlage des gesamten Wettkampfes entscheiden. 384:384 lautete das Ergebnis am Ende. Damit war wieder ein Stechen fällig, das Nicole Merz gleich im ersten Anlauf mit 10:9 für sich entschied. Das war zugleich der vierte Saisonsieg für Wallenrod

Zweimal punktete Homberg

Ebenso wie Wallenrod errang Homberg/Ohm am zweiten Wettkampftag in Dortmund zwei 3:2-Sieg gegen Deiringsen und Buer-Bülse zwei. Herausragende Athleten im Team der Hessen waren Julian Justus mit 394 und 395, Elena Rohn mit 391 und 395 sowie Mario Lehr mit 390 und 380 Ringen. Glücklos war die Mannschaft am dritten Wettkampftag in Wallenrod. Neben der 0:5-Niederlage gegen die Gastgeber fing sich das Team auch ein 2:3 gegen die Ohligser SG ein. Nur Julian Justus mit 395 und Elena Rohn mit 394 brachten ihre Einzel durch.

Bangen um den Ligaerhalt

Das muss mehr noch als die SG Homberg/Ohm das Team des SV Hüttenthal. Die Südhessen haben in sechs Saisonbegegnungen ersten einen Wettkampf gewonnen. Das gelang dem Team aus der Gemeinde Mossautal am zweiten Wettkampftag in Solingen im Kellerderby gegen Schlusslich Oligser SG mit 3:2. Die Siegtreffer für die Hessen erzielten Benjamin Bessert mit 393, Berno Wenzel mit 387 und Stefan Kaufmann mit 383. Entscheidend für den Ligaerhalt, den direkten Abstieg oder die Teilnahme an der Relegation, sind die letzten Saisonwettkämpfe beim Hüttenthaler Heimspiel am 10. Januar in der Sporthalle Mossautal gegen den Tabellen-Fünften Homberg/Ohm sowie die Begegnung des Tabellen-Vorletzten Buer-Bülse II gegen Schlusslicht Oligser SG.

Luftpistole-Regionalliga West: Das Ziel ist der Ligaerhalt

Die Auftakteuphorie der hessischen Teams ist verfolgen. Der ehemalige Bundesligist Dasbach büsste den ersten Tabellenplatz am zweiten und dritten Wettkampftag durch drei Niederlagen ein. Das mit zwei doppelten Punktgewinnen gestartete Team aus dem Rheingau-Taunus-Kreis war nur noch einmal im Hessenvergleich mit 3:2 gegen Wiesbaden Biebrich erfolgreich. Im Siegerteam war Thorsten Mikesic mit 384 Ringen der überragende Sportler. Wiesbaden-Biebrich hatte in den vier Wettkampfrunden zweimal Grund zum Jubeln. Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt gewann den Hessenvergleich gegen den Wetzlarer SV Steindorf mit 4:1 und gegen HS Schiefbahn mit 3:2. In beiden Wettkämpfen gewannen Kirstin Steiner (375 und 376 Ringe) und Alexander Gangluff (367 und 367) ihre Einzel. Der Tabellen-Vorletzte Steinbach hatte sein bislang einziges Erfolgserlebnis in einem Hessenvergleich. Die Mannschaft aus der Stadt Wetzlar besiegte das zweite Team des Bundesligisten Kriftel mit 3:2. Die Siegtreffer für Steindorf erzielten Alexander Wolf mit 381, Rene Höfling mit 374 und Dunja Boch mit 368. Trotz dieser Niederlage ist Kriftel II aber die beste hessische Mannschaft in der Luftpistole-Regionalliga Nord auf Tabellenplatz vier. Das Team aus dem Mai-Taunus-Kreis hatte bereits beim Auftakt gegen Wiesbaden-Biebrich mit 5:0 überzeugt. In der dritten Wettkampfrunde legte Kriftel II mit einem 4:1 gegen HS Schiefbahn und in der sechsten gegen Falke Dasbach mit dem gleichen Ergebnis nach. Herrausragende Athleten in diesen Wettkämpfen waren Sandra Stankiewicz mit 380 und 374, Oliver Borgmann mit 373 und 376, Thomas van der Burg mit 373 und 374 sowie Ferenc Kantor mit 370 und 375. Nur ein Sieg im Abschlussmatch am 10. Januar in Kriftel gegen den Tabellen-Zweiten Raesfeld kann Steindorf vor dem Abstieg oder der Relegation bewahren. Schützenhilfe könnte Falke Dasbach durch einen Abschlusssieg gegen Schlusslicht Schiefbahn leisten. Auch Wiesbaden-Biebrich ist noch nicht aus dem Schneider. Ein Sieg im Abschlussmatch gegen den Tabellen-Dritten Hengsbach & Akmer würde die Mannschaft aus der Landeshauptstadt erst gar nicht in den Abstiegsstrudel geraden lassen. Kriftel II trifft im der Schlussrunde auf Spitzenreiter Daaden.

Bogen-Regionalliga West: Böddiger bleibt vorn

Böddiger ist weiter auf Bundesligakurs. Das Team aus der Stadt Felsberg behauptete in der zweiten Wettkampfrunde der Bogen-Regionalliga West in Kassel den ersten Tabellenplatz durch vier Siege und ein Unentschieden, denen erstmals aber auch zwei Niederlagen gegenüber stehen. Die Mannschaft aus dem Schwalm-Eder-Kreis gewann beim Auftakt in der Emil-Junghenn-Halle in Kassel das Hessenderby gegen Neu-Isenburg mit 219:216. Den ersten Dämpfer gab in der zweiten Runde. Das Team mit Julia Rode, Rick Langkabel und Marc Strieder erreichte gegen Gastgeber Grün-Weiß Kassel nur ein 213:213-Unentschieden. Die erste Saisonniederlage überhaupt fing sich Böddiger im dritten Anlauf gegen Iserlohn mit 219:221 ein. Erstmals in die Rücklage kamen die Nordhessen in der vierten Runde gegen Schwerte. Das Match endete mit einer Niederlage. Den erneuten Ausgleich nach Punkten schaffte Böddiger gegen Kerpen. Zum Verteidigen der Tabellenspitze waren jetzt noch zwei Siege notwendig. Die errang der Aufsteiger aus dem Schwalm-Eder-Kreis in den Schlussrunden gegen die zweite Mannschaft des Bundesligisten Rheydt und gegen Verfolger Düren. Beste im Böddiger Team waren Julia Rode und Marc Strieder, beide mit 510, vor Rick Langkabel mit 498. Vom letzten auf den fünften Platz hat sich Neu-Isenburg durch drei Siege und zwei Unentschieden verbessert. Der Ausbeute von acht Punkten stehen zwei Niederlagen der Südhessen gegenüber.

Kein Heimvorteil für Kassel

Grün-Weiß Kassel hat seinen Heimvorteil nicht genutzt. Das Gastgeberteam errang in der Emil-Junghenn-Halle nur drei Punkte in der zweiten Wettkampfserie der Bogen-Regionalliga West. Der Aufsteiger aus der Hessenliga rutsche durch diese magere Ausbeute auf den letzten Tabellenplatz ab. Nur im Landesvergleich war die Kasseler Mannschaft erfolgreich. Den einzigen Sieg errangen die Nordhessen gegen das südhessische Team der SG Neu-Isenburg im Abschlussmatch mit 219:215. In der zweiten Wettkampfrunde gelang den Grün-Weißen mit Henning Huckfeldt, Manfred Busse und Jeannine Fischer zudem ein 213:213-Unentschieden gegen Spitzenreiter Böddiger aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Die dritte Wettkampfrunde steigt am 9. Januar in Düren in Nordrhein-Westfalen.

Alle Resultate im Internet

Die Einzel- und Mannschaftsergebnisse gibt es beim Deutschen Schützenbund unter der Adresse www.dsb.de dann weiter unter Sport und Regionalligen.

 

Herbert Vöckel